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In der ersten Jahreshälfte 2017 wurden 149 alkoholisierte Kinder und Jugendliche in der Region Hannover im Krankenhaus behandelt. Die Zahlen liegen etwas unter Vorjahresniveau. Jungen und Mädchen sind nahezu gleichstark vertreten.  2016 kamen insgesamt 317 Minderjährige alkoholisiert ins Krankenhaus. Das war ein Rückgang um 17% gegenüber dem Jahr 2015. 190 Jugendliche waren so stark betrunken, dass sie stationär behandelt wurden, während die leichten Fälle von den Eltern abgeholt werden konnten. Der Anteil der Mädchen lag 2016 bei 47%. Der Altersdurchschnitt war  2016 auf 15,33 Jahre gesunken, weil mehrfach jüngere Kinder und Jugendliche eingeliefert wurden.

Während in der Region Hannover die Zahlen von Alkoholintoxikationen bei Kindern und Jugendlichen weiterhin rückläufig sind, vermeldet das Statistische Bundesamt bundesweit aktuell einen Anstieg. So wurden 2016 bundesweit rund 22.309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkohlvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Im Vergleich zu 2015 bedeutet dies einen Anstieg von 1,8 %. Wobei ein höherer Anstieg bei den 15- bis 20-Jährigen, als bei den 10- bis 15-Jährigen zu verzeichnen ist. Jedoch ist diese Entwicklung in jedem Bundesland unterschiedlich. Diesbezüglich betont die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, dass auf diesen Anstieg weiterhin mit einer konsequenten Durchsetzung des Jugendschutzes reagiert werden muss (vgl. DAZ.online). Da in den letzten Jahren keine strukturellen Eingriffe von Seiten der Gesetzgeber wie Steuererhöhungen, oder Abgabe-und Konsumbeschränkungen vorgenommen wurden, darf beim den weiter rückläufigen Zahlen in der Region Hannover ein Zusammenhang  mit einer verbesserten oder intensiveren Prävention angenommen werden. Polizei, Suchtberatungsstellen und Jugendschutz unterstützen vor allem Schulen in ihrem Präventionsauftrag. Besonders zu erwähnen ist, dass auch die schweren Fälle, die stationär behandelt werden weiter zurückgingen.
Im Jahr 2017 hat der Jugendschutz der Region Hannover 83 Alkoholpräventionsveranstaltungen durchgeführt. Das Projekt HaLT-Hart am LimiT nimmt Kontakt zu riskant konsumierenden Jugendlichen auf. Fachkräfte der Sucht- und Drogenberatungsstellen prisma, Drobs, Neues Land und die Einrichtung Güldene Sonne bieten den Jugendlichen und ihren Eltern ein kostenfreies Gespräch meist noch während des Klinikaufenthaltes an. 2016 wurden 104 Beratungen durchgeführt.
Information der Drogenbeauftragten: www.drogenbeauftragte.de
Den Jahresbericht 2015 des HaLT Projektes finden Sie hier:

 

HaLT-Jahresbericht-2015.pdf


 

 

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