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In den Kliniken der Region Hannover wurden in der ersten Jahreshälfte 2019 weniger Alkoholnotfälle von Jugendlichen behandelt als in den Jahren davor. Von Januar bis Juni wurden in diesem Jahr 69 minderjährige Jungen und Mädchen stationär versorgt. Im letzten Jahr waren es noch 101. Die Zahl der minderschweren Fälle, ist mit 77 Jungen und Mädchen, die nur ambulant versorgt werden mussten und an die Eltern übergeben wurden, kaum verändert. Die Zahlen sind trotz sommerlicher Temperaturen im Frühjahr rückläufig. Im gesamten  Jahr 2018 wurden in den Notaufnahmen der Kinderkliniken und Kliniken in der Region Hannover 291 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftungen eingeliefert. 158 Jugendliche mussten davon stationär versorgt werden. Gegenüber 2017, mit 187 stationären Fällen, gab es demnach eine deutliche Abnahme. Die gesamten Alkoholintoxikationen bei Kindern und Jugendlichen haben sich jedoch im vergleich zu 2017 (294) im Wesentlichen nicht verändert. Im Jahr 2010 waren noch 414 Jugendliche behandelt worden, 238 davon stationär. Seither gingen die Werte in der Region Hannover stetig zurück.

Diesen Abwärtstrend gibt es auch im  Bundesgebiet. In 2012 wurden in Deutschland 26.673 Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit Alkohol in ein Krankenhaus eingeliefert. Doch immer noch werden in Deutschland im Jahr rund 21.000 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung betonte 2017, dass weiterhin mit einer konsequenten Durchsetzung des Jugendschutzes agiert werden muss (vgl. DAZ.online). Da in den letzten Jahren keine strukturellen Eingriffe von Seiten der Gesetzgeber wie Steuererhöhungen, oder Abgabe- und Konsumbeschränkungen vorgenommen wurden, kann bei den rückläufigen Zahlen in der Region Hannover ein Zusammenhang mit einer verbesserten oder intensiveren Prävention angenommen werden.

Die Region Hannover zählte 2018 291 alkoholisierte Kinder und Jugendliche, die in den Notaufnahmen behandelt werden mussten. 158 von ihnen mussten stationär versorgt werden. Die mehrfach auffälligen Jugendlichen sind auf einem ähnlichen Stand geblieben, wie im Vorjahr. Der Beikonsum von illegalen Drogen ging ebenfalls deutlich zurück auf 8 Jugendliche im gesamten Jahr 2018.

Das Programm HaLT-Hart am LimiT nimmt in der Region Hannover nunmehr seit 11 Jahren Kontakt zu riskant konsumierenden Jugendlichen auf. Fachkräfte der Sucht- und Drogenberatungsstellen prisma, Drobs, Neues Land und die Einrichtung Güldene Sonne bieten den Jugendlichen und ihren Eltern ein kostenfreies Gespräch, meist noch während des Klinikaufenthaltes, an. Im vergangenen Jahr 2018 wurden 69 Beratungen durchgeführt. Bei den meisten Beratungen wurden auch Elterngespräche geführt.

Polizei, Suchtberatungsstellen und Jugendschutz unterstützen vor allem Schulen in ihrem Präventionsauftrag. Im Jahr 2018 hat der Jugendschutz der Region Hannover 78 Alkoholpräventionsveranstaltungen durchgeführt. Insbesondere die Präventionsmodule "Klarsichtparcours" und "Tom und Lisa", die für Schulklassen angeboten werden, wurden dabei bedient.

Das Alkoholpräventionsprogramm HaLT wird an über 160 Standorten im Bundesgebiet umgesetzt. Das HaLT Servicecenter zertifiziert die Standorte und stellt Materialien zur Verfügung. Zum 15-jährigen Bestehen von HaLT wurde ein neues Logo, ein neuer Internetauftritt und ein überarbeitetes Handbuch vorgestellt. In der Region Hannover besteht HaLT seit 2008. Um die Marke einheitlich zu präsentieren, wird das neue Logo nach und nach in allen Veröffentlichungen des HaLT-Programms Verwendung finden. Weitere Entwicklungen und Grafiken befinden sich im Themenfeldbericht  Prävention der Region Hannover

Weitere Informationen: HaLT Programm der Region Hannover Region Hannover, Jugendschutz, Tel.: (0511) 616 256- 08 oder -06

E-Mailkontakt

Bundesweites HaLT Servicecenter: www.halt.de

 


 

 

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